
Kloster Steinfeld
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Ein Ort der Geschichte, der Stille und der Inspiration
Hoch über den sanften Hügeln der Nordeifel thront Kloster Steinfeld – ein spiritueller und kultureller Ankerpunkt mit über 900 Jahren Geschichte. Am 12. und 13. Juni 2025 wird dieser besondere Ort zum Schauplatz des 4. Markentags EIFEL. Für viele mag das Kloster noch ein unentdeckter Ort sein – ein Grund mehr, seine faszinierende Geschichte und Atmosphäre kennenzulernen.
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Die Wurzeln des Klosters reichen bis ins Jahr 920 zurück. Im Jahr 1121 kamen Regularkanoniker aus Springiersbach nach Steinfeld, und um 1138 übernahmen sie die Regel des Prämonstratenserordens. Steinfeld entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Klöster im deutschen Reich mit Tochtergründungen in Irland, Holland, Deutschland und Osteuropa. Nach der Säkularisierung 1802 wurde das Kloster 1923 von den Salvatorianern übernommen und neu belebt.
Die Basilika – ein architektonisches Juwel
Die dem Kloster angeschlossene Basilika wurde zwischen 1142 und 1150 erbaut und zählt zu den frühesten deutschen Gewölbekirchen. Im Inneren finden sich spätgotische Gewölbemalereien des Malers Hubert von Aachen sowie eine reiche Barockausstattung. Besonders hervorzuheben ist die König-Orgel von 1727, die zu den bedeutendsten Orgeln des rheinischen Barock zählt.

Ein Ort der Begegnung und Inspiration
Kloster Steinfeld ist nicht nur ein Ort der Geschichte, sondern auch ein lebendiges Zentrum für Kultur und Bildung. Die Stiftung Kloster Steinfeld organisiert regelmäßig Veranstaltungen, darunter die Kulturtage 2025, die Vielfalt, Tradition und Moderne miteinander verbinden.
Kulturelles Highlight rund um den Markentag: Das 77. Eifeler Musikfest
Wer nach dem Markentag Eifel noch etwas verweilen möchte, kann direkt im Anschluss ein ganz besonderes musikalisches Ereignis erleben: Das traditionsreiche Eifeler Musikfest lädt vom 13. bis 15. Juni 2025 nach Kloster Steinfeld ein. Es gilt als das älteste Kirchenmusikfest im Rheinland – gegründet 1946 – und verbindet seither Hochkultur mit klösterlicher Atmosphäre.
Zum Auftakt erklingt am Freitagabend barocke Kammermusik mit dem Trio Euphoria Barock in der ehemaligen Klosterbibliothek. Am Samstag folgt ein Festkonzert mit Meisterwerken Mozarts, darunter die berühmte „Große Credomesse“ und das Klarinettenkonzert in A-Dur. Den spirituellen Höhepunkt bildet das Hochamt am Sonntagmorgen, bei dem die „Missa Cellensis“ von Haydn in der Basilika zur Aufführung kommt. Zum Abschluss: ein festliches Orgelkonzert auf der historischen König-Orgel.